Der Zweckverband ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts eine Behörde und darf Ordnungswidrigkeiten nach § 24 Straßenverkehrsgesetz in gleicher Weise ahnden und verfolgen wie die Bayerische Landespolizei.
Die angeschlossenen Städte und Gemeinden haben dem Zweckverband, durch Ratsbeschluss, die Aufgabe der Verkehrsüberwachung übertragen.

Die Höhe der Geldbuße für Regelfälle von Geschwindigkeitsüberschreitungen gibt der Bundeseinheitliche Tatbestandskatalog vor. Den genauen Betrag finden Sie im Bußgeldkatalog.

Von der Regelgeldbuße kann abgewichen werden, wenn...
a) Voreintragungen im Fahreignungsregister des Kraftfahrtbundesamtes vorhanden sind, oder
b) der Verkehrsverstoß vorsätzlich begangen wurde.

Wenn Sie auf die Windschutzscheibenverwarnung nicht sofort reagieren, oder das Verwarnungsgeld nicht bezahlen, erhält der Halter des Fahrzeuges ca. zwei Wochen später ein Schreiben wegen des Parkverstoßes. Damit wird nochmals die Möglichkeit gegeben das Verwarnungsgeld zu bezahlen. Am Betrag ändert sich nichts.

Bei geringfügigen Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Parkverstößen kann, anstelle eines förmlichen Bußgeldverfahrens, ein Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro erhoben werden.
Die erteilte Verwarnung wird allerdings nur wirksam, wenn der Betroffene damit einverstanden ist und das Verwarnungsgeld innerhalb der vom Zweckverband gesetzten Frist ohne Abzug und in einem Betrag bezahlt.
Ausschlaggebend für eine fristgerechte Bezahlung ist dabei der Eingang des Geldes beim Zweckverband und nicht der Überweisungsauftrag an die Bank.

Sind Sie mit einer Verwarnung nicht einverstanden und haben einen begründeten Einwand, können Sie uns dies innerhalb der gesetzten Frist schriftlich, telefonisch, oder persönlich mitteilen. Nachdem wir Ihren Einwand geprüft haben, informieren wir Sie über den weiteren Ablauf des Verfahrens.

Gegen den Bußgeldbescheid können Sie innerhalb von zwei Wochen, ab dem Tag der Zustellung, Einspruch einlegen.
Wir prüfen dann Ihren Einwand und entscheiden, ob wir den Bußgeldbescheid zurück nehmen. Erhalten wir das Verfahren aufrecht, geben wir Ihnen die Möglichkeit den Einspruch zurück zu nehmen. Geschieht dies nicht, leiten wir den Fall an die Staatsanwaltschaft zur weiteren Prüfung weiter.

Der Führerschein muss beim Zweckverband KDZ Oberland abgeben werden. Es ist auch eine Übersendung per Einschreiben möglich.

Der Abgabezeitpunkt ist abhängig von der Art des Fahrverbotes, die im Bußgeldbescheid festgelegt wurde.

Fahrverbot mit viermonatiger Abgabefrist (gemäß § 25 Abs. 2a StVG)
Sie können innerhalb von vier Monaten nach Eintritt der Rechtskraft (rechtskräftig wird der Bußgeldbescheid zwei Wochen nach seiner Zustellung, wenn kein Einspruch eingelegt wird) den Abgabezeitpunkt selbst wählen.

Fahrverbot ab Rechtskraft (gemäß § 25 Abs. 2 StVG)
Sie müssen Ihren Führerschein sofort mit Eintritt der Rechtskraft (rechtskräftig wird der Bußgeldbescheid zwei Wochen nach seiner Zustellung, wenn kein Einspruch eingelegt wird) abgeben.

Möchten Sie Ihren Führerschein sofort nach Erhalt des Bußgeldbescheides abgeben, müssen Sie gegenüber dem Zweckverband eine Rechtsmittelverzichtserklärung abgeben.

Dann rufen Sie uns einfach innerhalb unserer Öffnungszeiten an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ServiceCenter beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen.

Telefon: 08041 / 79 26 9 - 0
E-Mail: info@kdz-oberland.de